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Die Rohrblattinstrumente sind eines der ältesten musikalischen Ausdrucksmittel überhaupt.   Schon unsere Vorfahren haben plattgedrückte Halme, die schnarrende und zirpende Geräusche   von sich gaben, benutzt. Die erste bildliche Darstellung von Rohrblattinstrumenten stammen  aus der Zeit um 3000 v. Chr. Es tauchten nun zeitgleich in mehreren Gebieten der Erde Rohr- blattinstrumente auf. Das wichtigste Blasinstrument der Griechen, Etrusker und Römer   war eine  Doppelpfeife, die bei den Griechen, Aulos und bei den Römern Tibia hieß. Aus   dem persisch-indischen Kulturbereich stammt die Zurna und aus Arabien der Zamr. Auch im vorderen Orient und in Ägypten waren diese Doppelpfeifen verbreitet. Sie wurden alle  mit einem Doppelrohrblatt geblasen, was aber ganz in den Mund gesteckt wurde.  Die Mundhöhle wurde auf diese Weise zur Windkapsel.

Diese Vorläufer der Oboeninstrumente kamen wahrscheinlich in Folge der Völkerwanderung, der Kreuzzüge und durch die venezianischen Handelsstützpunkte im östlichen Mittelmeer nach  Mitteleuropa. Die frühe christliche Kirche konnte diesen Instrumenten aber nicht viel abge-  gewinnen, da sie die Vokalmusik vorzogen. Viele kulturelle Errungenschaften sind verloren gegangen, weil die Kirche zum Beispiel die Tibiavirtousen als Überlieferer einer heidnischen  Kultur ansah. Die einstmals gefeierten Virtuosen sanken auf die niedrigste soziale Stufe. In der weltlichen Musik verbreiteten die mittelalterlichen Spielleute seit den Kreuzzügen die In- strumente, deren Ursprünge sich in byzantinische, asiatische und alteuropäische Kulturen  zurückverfolgen lassen, in ganz Europa. Unter ihnen befanden sich arabische, türkische, persische und sogar afrikanische Musiker.

 

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